Gebrauchte Schiffsbeteiligung als begehrtes Renditemodell

Die Schiffsfonds stellen ein traditionsreiches Marktsegment der geschlossenen Fonds dar, in das Kapitalanleger jährlich bis zu 3 Mrd. € investieren. Als unternehmerische Beteiligung gilt die Schiffsbeteiligung dabei als eine langfristige Kapitalanlage. War der Planungs-horizont gemäß der Prospekte früher 8 bis 12 Jahre, so hat sich nach der Einführung der Tonnagesteuer jetzt die Laufzeit einer Beteiligung deutlich verlängert.

Die Initiatoren weisen in der Regel zwar in ihren Prospekten auf das langfristige Engagement und eine eingeschränkte Fungibilität der Beteiligungen hin, dennoch werden auch so genannte "gebrauchte" Schiffsbeteiligungen seit Jahren auf internen Märkten gehandelt. Als Hauptursachen für das Ausscheiden eines Gesellschafters waren bisher die Vermögensauflösung (z.B. Todesfall), die Vermögenstrennung (z.B. Scheidung) oder ein akuter Liquiditätsmangel (z.B. Insolvenz) anzusehen.

Nach den kontinuierlichen Veränderungen in der Steuergesetzgebung, der Einführung der Tonnagesteuer und der damit aus wirtschaftlichen Aspekten längerfristigen Laufzeiten der Schiffsfonds gewinnt der Zweitmarkthandel weiter an Bedeutung. Kapitalanleger versuchen wie bei anderen Anlageformen auch bei Schiffsbeteiligungen zunehmend, durch einen vorzeitigen Verkauf Gewinne zu realisieren, um ihr Kapital in neue Investitionen zu lenken.

Um dieser Entwicklung Rechnung zu tragen, übernimmt die Norddeutsche Zweitmarkt GmbH diesen Zweitmarkthandel für Schiffsbeteiligungen. Durch ein kontrolliertes öffentliches Bietverfahren wird eine objektive Preisfindung gewährleistet und für die beteiligten Marktteilnehmer maximale Transparenz erreicht.